Verschleißfeste Keramikrohre bestehen aus Aluminiumoxidkeramik, einem speziellen Keramikkleber und Stahlrohren. Die Aluminiumoxidkeramik bildet eine Schutzschicht im Inneren des Stahlrohrs und sorgt für hohe Verschleißfestigkeit. Die Lebensdauer verschleißfester Keramikrohre ist um ein Vielfaches höher als die herkömmlicher verschleißfester Rohre. Sie finden breite Anwendung in Lithiumbatterien sowie in Transportleitungen für Stahl, Zement und Kohle.
Für die Auskleidung von keramischen Rohren mit hoher Dichtigkeit gibt es verschiedene Verfahren.
Das erste Rohr ist ein mit Aluminiumoxid ausgekleidetes Keramikrohr. Dieses wird nach isostatischem Pressen gesintert und abschnittsweise in das Stahlrohr eingesetzt. Die glatte Innenwand mit wenigen Stufen und Fugen reduziert den Förderwiderstand. Es eignet sich für Anwendungen in der pneumatischen Förderung, beispielsweise in der Lithiumbatterie- und Wärmekraftwerksindustrie.
Die zweite Variante ist das Keramikrohr mit Flicken, bei dem Keramikplatten oder -auskleidungen in das Rohr geklebt werden. Diese Konstruktion ist komplexer und erfordert Fachkenntnisse im Bereich der Verlegung.
Die dritte Variante ist das geschweißte Keramikrohr. Es besteht aus einer perforierten Keramikauskleidung. Nach dem Auftragen des Klebstoffs auf die Auskleidung wird das Eisenblech durch die kleinen Löcher in das Stahlrohr eingeschweißt. Abschließend wird die Keramikabdeckung zum Schutz der Schweißstellen versiegelt. Geschweißte Keramikrohre eignen sich für Förderbedingungen mit starken Stößen. Die doppelte Fixierung widersteht Stößen und Reibung der Fördergüter. Daher sind geschweißte Keramikrohre ideal für die Herstellung von Rutschen, Silos und Trichtern.
Veröffentlichungsdatum: 19. August 2024
